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Fassungsschicht unter UV-Licht

 

Fassungsschicht unter VIS-Licht

 

Analysen liefern dem Restaurator wichtige Erkenntnisse über ein Objekt:

Pigmentanalyse

Pigmente bilden neben den Farbstoffen und den Bindemittel das Malmaterial für den Künstler. Gelingt es durch chemisch-analytische oder durch physikalisch-analytische Methoden die in einem Kunstwerk verwendeten Pigmente eindeutig zu bestimmen, dann hat man für eine mögliche Datierung und Lokalisierung des Werkes ein wichtiges Hilfsmittel zur Verfügung. Das gilt auch für den Nachweis von späteren Übermalungen oder sogar von Fälschungen. Die Analyse von Farbpigmenten ergibt in der Regel einen ,,terminus post“ oder einen ,,terminus ante“ für die Entstehung des Kunstwerkes.

Den „terminus post“ liefern Pigmente, die vor einem bestimmtem Zeitpunkt nicht bekannt waren oder gebraucht wurden. Beispielsweise wurde Zinkweiß (ZnO) erst ab ca., 1830 als Weißpigment verwendet. Somit können frühere Kunstwerke beispielsweise kein Zinkweiß enthalten. Der „terminus Post“ ist um so genauer bestimmt, je näher er an der Gegenwart liegt. Das wird verständlich. wenn man weiß, dass im 19. und 20. Jahrhundert wesentlich mehr Pigmente in die Farbpalette aufgenommen worden sind als in der Zeit davor. Außerdem sind bei diesen „modernen Pigmenten“ die Zeitpunkte ihrer ersten Verwendung wesentlich genauer bekannt als bei älteren Pigmenten.

Der ,,terminus ante ist dadurch definiert, dass einer Vielzahl an Pigmenten von einer bestimmten Zeit an nicht oder kaum mehr in Gebrauch waren. Pigmente die seit den ersten Höhlenmalereien oder seit der Antike bis heute in Benutzung sind tragen natürlich kaum zu einer zeitlichen Einordnung eines Kunstwerkes bei.

Es ist natürlich allein aus der Pigmentanalyse nicht möglich, ein Kunstwerk zeitlich und lokal einzuordnen. Dazu sind weitere Untersuchungen (Röntgen-, Infrarot- und Fluoreszenzuntersuchungen) sowie eine Zusammenarbeit mit weiteren Fachkollegen (Kunstwissenschaftlern) notwendig.

Die Bestimmung der Pigmente erfolgt aber nicht nur zwecks zeitlicher Datierung. Für den Restaurator ist es auch wichtig zu wissen, welche Pigmenten in den zu restaurierenden Objekten enthalten sind, um diese bei den Restaurierungsarbeiten einsetzen zu können. Auch für die Dokumentation von Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen sind Kenntnisse über die stoffliche Zusammensetzung von großer Bedeutung.

Warum?

  • · hilft bei der zeitlichen Datierung eines Objektes
  • · hilft bei der Wahl des Reinigungsmittels
  • · gleiche Pigmente bei Retuschen benutzen
  • · Dokumentationen
  • · Maßnahmen und Materialauswahl zur Konservierung oder Restaurierung
  • Bei uns im Haus werden folgende Analysen durchgeführt:

- Pigmentanalyse

- Bindemittelanalyse (Gruppennachweise)

- mikroskopische Holzanalyse

Atelier für Restaurierungen